Das Festivaljahr 2013

- Tops, Flops und Überraschungen

Die Blätter welken, die Bäume werden kahl und auch die Temperatur sinkt langsam auf ein Niveau, bei dem man seine Zeit lieber drinnen als draußen verbringt. Auch die Hochsaison der Festivals ist langsam vorüber und es wird Zeit, einmal zurückzublicken, was denn die Highlights des Festivaljahres 2013 waren. Zuvor jedoch ein paar Statistiken. Insgesamt gab es im Jahre 2013 mehr als 400 Festivals in allen 16 Bundesländern der Republik sowie in Österreich und der Schweiz. Es traten satte 15.000 Bands auf, doppelte selbstverständlich nicht mitgerechnet und es gab etwa 60.000 Auftritte, wobei hier sowohl einzelne Gigs auf Festivals als auch Konzerte einzelner Bands hinzugerechnet wurden. Alles in Allem ging die Anzahl jedoch zum Vorjahr ein klein wenig zurück und es wurden kurzfristig mehr als im Vorjahr abgesagt.

Best Of Rock am Ring 2013 – Official from Marek Lieberberg Konzertagentur on Vimeo.

Die beiden Top-Events des Jahres waren sicherlich wieder Rock am Ring sowie Rock im Park, die ja bekanntlich die beiden größten Festivals in Deutschland sind. Sowohl in puncto Platz als auch beim Line-Up und bei den Besucherzahlen wurden hier wieder Rekorde verzeichnet und mit zusammengerechnet mehr als 140.000 Besuchern können wohl auch die Betreiber zufrieden sein. Erfreulich übrigens auch die Anzahl der Verletzten, die ebenfalls wie bereits im Vorjahr rückläufig ist. Ein wenig enttäuschend waren übrigens die Preise, die bereits seit Jahren durch die Decke schießen und auch in diesem Jahr wieder erhöht wurden. Satte 175 Euro verlangte man in diesem Jahr von den Festivalgängern, fast 100 Euro mehr als noch vor fünf Jahren.

omasteichDer “Flop” des Jahres geht übrigens ganz klar an “Oma’s Teich“, das eigentlich in Großfehn stattfinden sollte, aber lediglich eine Woche vor Beginn abgesagt wurde. Das kann nicht im Sinne des Erfinders sein, denn nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Festivalgänger müssen ihre Anreise planen, möglicherweise extra Urlaub nehmen oder gar ein Hotel buchen. Auch die Rückabwicklung sollte sich aufgrund finanzieller Schwierigkeiten stark verzögern, manche warten gar heute noch auf ihr Geld. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kaum entschuldbar. Es kann immer wieder passieren, dass ein Festival aus verschiedenen Gründen ausfällt, aber so kurzfristig war dies fast noch nie der Fall.

 
 

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