Hempfest in Seattle

Ein voller Erfolg, denn in diesem Jahr gab es tatsächlich etwas zu feiern

Das alljährlich in den USA stattfindende “Hempfest” ist zum Teil Party, zum Teil Protest und sicherlich auch eine ideale Gelegenheit, sich weitgehend ungestört dem öffentlichen Cannabiskonsum hinzugeben. In diesem Jahr gab es allerdings eine Premiere, denn zum ersten Mal seit 22 Jahren konnten die Befürworter von Cannabis tatsächlich einen bahnbrechenden Erfolg feiern.

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Nur wenige Monate ist es her, seit die beiden US-Staaten Colorado und Washington einen Gesetzesentwurf zur endgültigen Legalisierung von Cannabis unterzeichneten. Dabei ging es nicht nur um den legalen Konsum, sondern auch die Distribution und den Erwerb der Pflanze. Bis zu einer Unze(28 Gramm) dürfen künftig ganz legal erworben und konsumiert werden, jedoch bleibt der Drogenhandel weiterhin illegal, weswegen man gerade dabei ist, ein Konzept zur Züchtung, Herstellung und Distribution auszuarbeiten. Vivian McPeak, die Verantwortliche für das “Hempfest“, zeigt sich begeistert, dass so viele Besucher sich offen zum Cannabiskonsum bekennen und resümiert in einem Interview, wie es am Anfang aussah. “Man hat uns ausgelacht, hat gesagt, wir würden bloss in den Wind schießen, aber dieser Durchbruch zeigt, dass wir etwas ändern können. Nicht nur in Washington, sondern auch in anderen Staaten”. Trotz der Tatsache dass Cannabis in Deutschland genau wie in Amerika verboten ist, wachsen viele Cannibis Raucher ihre eigenen Pflanzen von feminisierten Samen.

Das Hempfest soll aber nicht nur eine große Party für Jugendliche sein, die Cannabis nur zum Spaß konsumieren, sondern ein politisches Statement, eine Demonstration. Deswegen kommen auch Leute, die Cannabis wegen der medizinischen Wirkung konsumieren, wie Collin Berry, dem nach einer schweren Krankheit ein großes Stück seines Dickdarms fehlt. Er nimmt Cannabis in Kapselform zu sich, die ätherischen Öle lindern Schmerzen und Symptome. Sogar auf pharmazeutische Schmerzmittel kann er verzichten. “Ich habe nicht viel Geld, um es der Organisation zu spenden, deswegen versuche ich, die Leute durch meine Präsenz zum nachdenken zu bewegen”, betont er.

Rechtsstatus in die USA

Rechtsstatus in die USA

 
 

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